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Erfahrungsberichte
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Lee-Welle des Thüringer Waldes - Packen wir es an
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Einführende Gedanken zum Wellen-Segelflug in Thür.
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Das Fliegen im Hangaufwind und im thermischen Aufwind wurde bereits frühzeitig zum Höhengewinn für Segelflugzeuge genutzt. Erst viel später wurde entdeckt,daß eine starke Luftströmung - welche z.B. durch ein querverlaufendes Gebirge zur Wellebildung angeregt wird - durch Segelflugzeuge genutzt werden kann. Die das Hindernis überströmende Luftmasse wird unter entsprechenden Bedingungen (laminare Luftströmung und Temperaturgradient) nach dem Hindernis zur Schwingung angeregt. Die so entstehenden sog. Lee-Wellen der Luftmasse sind mit dem Wellen nach dem Passieren des Wassers an einem Flußwehr vergleichbar. Auch hier kommte es zu einem Wechsel aus Wellenbergen und Wellentälern mit unterschiedlicher Ampitude und Frequenz. Ein Segelflugzeug kann somit wie ein Surfbrett-fahrer im aufwärtsstrebenden Teil der Welle gleiten und dabei an Höhe gewinnen. Der Pilot kann sich dabei an der häufig sichtbaren und typischen Bewölkung der Lee-Welle orientieren. Die aufsteigende und kondensierende Lufttmasse bildet dann eine "zigarrenförmigen", scharf-konturierte und ortsständig Wolke parallel zum Gebierkskamm. Bei intensiver Strömung findet man oft weitere Wellen und Wolkenbildungen im Lee des Gebirges. Auch weit hinter dem Kamm (30-60 km) ist somit das "Wellenfliegen" möglich - oft wird es als solches aber vom Piloten gar nicht erkannt.
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Die Meinung. daß das Fliegen in der Lee-Welle nur im Hochgebirge - wie z.B. in den Alpen - möglich sei, ist leider noch sehr verbreitet. Richtig ist, daß im Hochgebirge die "Welle" zwischenzeitlich weiter erforscht ist und es eine ganze Reihe von Segelfliegern beim Wellenflug zur Perfektion gebracht haben. Nur so lassen sich viele Recorde im Streckensegelflug erklären, nur so sind Flugstrecken über 2000 Km realisierbar. Die klassischen Wellenfluggebiete liegen heute in Südamerika (Anden) , USA (Rocky`s) und in Europa (Alpen). Aber warum sollte nur dort der Wellen-Segelflug möglich sein ???
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Zwischenzeitlich hat sich in unserer Region - in den Mittelgebirge in der Mitte Deutschlands - ein immer größerwerdener Stamm von Segelfliegern dem Wellensegelflug zugewandt. Sie sind z.z.vorwiegend auf den Flugplätzen rund um den Harz und in Hessen zu Hause, aber auch Thüringen (z.b.Alkersleben) gibt es solche interessierten Segelflieger. Diese Luftsportler treffen sich regelmäßig zum Erfahrungsaustausch und berichten über ihre Flüge im Internet und per e-mail. Für Ihre Flüg gibt es eine Art Wetter-Hotline. Hier berät sie Erland Lorenz vom Deutschen Wetterdienst - er ist selbst Segelflieger - schon im Vorfeld vor zu erwartenden Lee-Wellen-Tagen.
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Speziell der Thüringer Wald scheint bei SW-Wetterlagen für den Wellenflug hervorragend geeignet. Dazu muß das Erforschen der Wellenflugbedingungen auf der Nordseite des Gebirges vorangetrieben werden. Die Flugplätze Alkersleben , Rudolstadt-Groschwitz und Pennewitz sind dafür nutzbar. Während der Flugplatz Alkersleben durch seine Bahnausrichtung ( 27 / 09 ) sehr seitenwindanfällig ist, besteht in Rudolstadt-Groschwitz die Möglichkeit eine Startrichtung 22 ( 04) zu schaffen. Das neu erarbeitete Flugplatzentwicklungskonzept greift diese Idee auf und will damit dauerhaft die Bedingungen für den Wellensegelflug verbessern. Rudolstadt-Groschwitz würde sich dann als Lee-Wellen-Centrum für Thüringen anbieten.
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Inoffizielle Frequenz zum Austausch von Leewellen-Infos während des Fluges: 123,35 (Bisperode)
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Flugplatz Leistungssegelflug Lee-Wellen-Flug
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