
Frei-Flug Florian
Am 10.09.2017 war es endlich soweit, mein erster Alleinflug. Bevor es losging, wurde ich erst einmal durch einen Checkflug überprüft. Dabei stieg meine Anspannung. Dies war erfolgreich geschafft und nach einem kurzem Gespräch mit meinem Fluglehrer, ging es dann endlich los. Meine Nervosität stieg immer mehr, da ich jetzt auf mich alleine gestellt war und die alleinige Verantwortung für das Flugzeug hatte. Es war etwas ganz besonderes und sehr schönes, da ich selbst entscheiden durfte und musste, was ich wann mache und auch immer voraus denken musste, was als Nächstes gemacht werden muss oder was auf mich zukommen könnte. Ich war immer konzentriert, um all das zu beachten, wahr zunehmen und einzuhalten was mir mein Fluglehrer gelernt und beigebracht hatte. Am meisten angespannt war ich beim Start und bei der Landung. Meinen Fluglehrer nicht hinter mir zu haben, das war schon etwas seltsam.
Als ich bei jeder Platzrunde in den Gegenanflug kurvte, hatte ich ein Steigen von 2 bis 3 Metern, sodass ich meine Auskuppelhöhe von 350 Metern nie unterschritten hatte und ich mir jedes mal gedacht habe, wie schön es jetzt wäre ein zu kurven und noch höher zu fliegen, aber ich musste leider dort die Bremsklappen ausfahren, um Höhe abzubauen und wieder landen zu können. Bei jedem Anflug stieg mein Puls, da ich selbst alle Entscheidungen treffen musste, um eine perfekte Landung hinzubekommen. Das Gefühl alleine zu fliegen, ist etwas ganz Besonderes und ich freue mich sehr dies geschafft zu haben. Ich steuer das Flugzeug allein, ohne das jemand von hinten sagt, was ich machen soll.
Nun hatte ich meine 3 Platzrunden hinter mir, da sah ich schon den Diestelstrauß, den Martin brachte und ich hab mir gedacht „nein bitte nicht“. Als Martin mir dann den Strauß in die Hand gegeben hat und zudrückte, hat es ziemlich geschmerzt, aber es war auszuhalten. Ich hatte ganz schön zu tun, die Stacheln aus meiner Hand zu suchen. Am Abend kam dann die 2. Tradition, das „Arsch versohlen“. Das fand ich nicht so schmerzhaft wie die Disteln.
Für mich war das ein erfolgreicher Tag und ich bin stolz auf mich es geschafft zu haben.
Florian

Rundflüge, Freiflug und Außenlandung …
… all das gehört beim Fliegen dazu. Auf dem Hoffest der Domäne Groschwitz lockte unser Stand viele interessierte Gäste an. Wem das nicht genügte, konnte uns nebenan auf dem Flugplatz beim Fliegen zusehen oder selber mitfliegen. Einige Gäste sind nach einem beeindruckendem Flug mit strahlenden Gesichtern vom Platz gegangen. Wer demnächst auch mal mitfliegen möchte, kann das gern tun. Einfach telefonisch bei uns melden oder uns am Wochenende am Platz besuchen. Natürlich sind auch alle gern gesehen, die selber das Fliegen lernen möchten. Kommt mit uns am Platz ins Gespräch und informiert euch über den Werdegang solch einer Ausbildung. Auch unsere Jugend kann dazu bereits einiges erzählen, so ganz aktuell unser Flugschüler Florian, welcher am Sonntag das erste Mal alleine im Flugzeug saß und der Lehrer nur vom Boden aus zuschauen konnte. Hierzu gibt es in den nächsten Tagen einen kurzen Bericht von ihm im Blog.
Und wie das bei uns Segelfliegern so ist, sind wir auf Thermik angewiesen. Ist diese gerade nicht da wo man sie braucht, müssen wir landen. Und ist dann der Flugplatz zu weit weg, müssen wir auf einem Feld landen. Eine sogenannte Außenlandung, welche bei unserem Hobby dazu gehört. Ich entschied mich am Sonntag für ein schönes Feld, an dem zufällig unser Vorstand wohnt. Dies war natürlich sehr praktisch, denn dieser kam mit seinem Trecker und zog den Flieger an den Rand des Feldes. Während des Wartens auf die Rückholer kamen einige Interessierte aus dem Dorf und auch Wanderer und vorbeifahrende Autos hielten. Ich zeigte ihnen den Flieger und erzählte warum ich hier gelandet sei. Als dann das Rückholteam kam, konnte zügig abgerüstet und der Segler im Hänger verstaut werden. Dann ging es wieder zurück zum Flugplatz.